Nach 5 langen Wochen Cauliflower ernten haben wir am Freitag nach der Arbeit endlich Stanthorpe und den Happy Apple Campingplatz hinter uns gelassen und sind in Richtung Fraser Island aufgebrochen.
Wir haben die Nacht von Freitag auf Samstag auf einem Truckerparkplatz verbracht und sind am Samstag gleich weiter nach Rainbow Beach gefahren. Bei der Gelegenheit haben wir gleich unser Navi ausprobiert und so eingestellt, dass Mautstraßen umfahren werden. Wir haben auf unser Navi gehört und sind über enge Straßen schließlich auf einer Gravel Road gelandet. Erst gab es noch einige Schilder mit Ortsnamen, aber nach kurzer Zeit waren wir irgendwo im Nirgendwo und mussten nach Gefühl fahren.
Mit ein bisschen Mühe haben wir die Fähre erreicht und konnten unsere Füße das erste Mal ins Meer halten. Das erste Mal seit dem wir unterwegs sind machen wir endlich Urlaub. :)
Um besser auf dem Sand fahren zu können, haben wir einen Teil der Luft aus den Reifen gelassen. Wir haben uns entschieden, eine vorgeschlagene Tour aus unserem Reiseführer zu machen. Fraser Island ist die größte Sandinsel der Welt und hat einen 75 Meilen langen Strand an der Ostküste, den man komplett befahren kann.
Der See ist das Postkartenmotiv no.1 von Fraser und gefiel uns sehr gut. Weiße Sandstrände und kristallklares Wasser sahen aus wie im Paradies. Weil es schon anfing zu dämmern, sind wir zur "Central Station" und haben dort im Urwald gecampt. Am nächsten Morgen sind wir früh von der Sonne geweckt worden. Nach dem Frühstück haben wir unsere Tour fortgesetzt. Die nächsten Ziele waren die Seen Lake Birrabeen, Lake Boomanjin und Lake Wabby.
Im Lake Birrabeen haben wir gebadet und die Sonne genossen, leider ein bisschen zu viel, denn wir haben uns beide gut den Rücken verbrannt. :D
Der Lake Boomanjin ist besonders, denn sein Wasser schimmert rot in der Sonne. Leider war zu viel Wasser im See, sodass der Strand überflutet war und wir weder baden noch am See spazieren konnten. Anschließend sind wir ein Stück am Strand entlang gecruist und sind danach den Walking Track zum Lake Wabby und der Hammerstone Sandblow gelaufen.
Die Sandblow (Düne) ist riesig und wir haben uns wie in der Wüste gefühlt, als wir auf ihr standen. Versteckt hinter der Düne liegt der Lake Wabby, der verhältnismäßig klein ist und von Jahr zu Jahr mehr von der Düne verschlungen wird. Das Beste an dem See war, dass man die Düne runterrennen und ins Wasser springen kann. Natürlich ist das verboten, aber die lustigsten Sachen sind ja meistens verboten ;)
Die Nacht haben wir direkt am Strand gecampt und sind morgens mit Meerblick aufgewacht.
Zum Abschluss sind wir noch zu einer anderen Sandblow gelaufen, die nicht so spektakulär war. Den Rückweg mussten wir dummerweise im Dunkeln antreten, da wir uns in der Zeit ein bisschen verschätzt hatten. Wir haben wieder am Meer gecampt und auf dem Weg zu unserem Campingplatz ein paar Dingos gesehen, vor denen ständig und überall gewarnt wird. Sie sollen gefährlich sein, aber die, die wir gesehen haben waren jung und sahen friedlich aus.
Trotzdem war der Trip verhältnismäßig günstig, wir konnten Tun und Lassen was wir wollten und wir haben uns nicht ganz so tourimäßig gefühlt ;)
Dienstag sind wir dann bis Gympie gefahren, haben unser Nachtlager in einem abgelegenen Wald aufgebaut und am Mittwoch eingekauft und Officekram erledigt. Gegen Nachmittag sind wir Richtung Gin Gin aufgebrochen und haben dort die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag verbracht. Am Morgen mussten wir 50 $ in unser Auto investieren, da unsere 12 V Steckdose für den Kühlschrank den Geist aufgegeben hatte. Gestern haben wir es bis Emu Park geschafft, eine schöner Ort an der Küste. Hier gibt es einen Strand mit Lifeguard und Quallennetz im Wasser und wir haben in riesigen Pazifikwellen gebadet. :)
Den Blog senden wir gerade aus der Emu Park Library. ;)
Wir hoffen es geht euch allen gut und ihr genießt die Weihnachtszeit auch ohne uns.
Unser heutiger Gruß geht an Jutta und Ingrid sowie Ewald und Rainer :)
Frohe Weihnachten :)
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